LogoHomöopathie und Software

Anamnese in der Homöopathie

Ziel der homöopathischen Anamnese ist ein möglichst vollständiges Bild der vorliegenden Krankheit und ihres Entwicklungsprozesses zu gewinnen. Im Organon sind zahlreiche dazu zahlreiche Hilfestellungen zu finden, z.B. § 104 »Ist nun die Gesamtheit der, den Krankheitsfall vorzüglich bestimmenden und auszeichnenden Symptome, oder mit anderen Worten, das Bild der Krankheit irgendeiner Art einmal genau aufgezeigt, so ist auch die schwerste Arbeit geschehen.«

Voraussetzungen hierfür sind Ruhe, Geduld, Unbefangenheit und Aufmerksamkeit.

Zunächst lässt man den Patienten spontan seine Beschwerden schildern. Anschließend werden die Schilderungen durch einen gelenkten Bericht und indirekte Befragung ergänzt. Alle objektiven und subjektiven Symptomen und Zeichen hinsichtlich der Ursache, Lokalisation, Sensation und Modalität sind zu beachten.

Bei chronischen Erkrankungen ist zusätzlich die biographische Anamnese mit der Familien-Vorgeschichte notwendig. Eine Erhebung der Anamnese mit Hilfe eines Fragebogens ist sehr gründlich und kann viel Zeit sparen.

Bei der Fallaufnahme empfiehlt es sich strukturiert vorzugehen:

1. Spontanbericht, d. h. der Patient berichtet von sich aus über seine Beschwerden.

2. Gelenkter Bericht, d. h. gezielte Fragen, um die spontanen Angaben zu präzisieren und um möglichst vollständiges Symptom zu erhalten, d.h. die Beschwerden nach auslösenden Momenten, Modalitäten und Begleitbeschwerden zu ermitteln.

3. Indirekte Befragung: Der Arzt befragt seinen Patienten nach Lokal‑ und Allgemeinsymptomen und erhebt eine biographische Anamnese.

© Copyright 1999-2011 - alle Rechte vorbehalten - Impressum