Homöopathie und SoftwareDer Begriff Miasma kommt aus dem Griechischen und bedeutet Befleckung. Er ist heute nur noch in der homöopathischen Literatur üblich und wird im Sinne Hahnemanns als Erklärungsversuch für den Hintergrund akuter und chronischer Krankheiten verwendet. Die Miasmenlehren ist ein schwieriges Gebiet, nicht nur weil sie auch im homöopathischen Lager auf viel Ablehnung stößt, sondern weil sie auch sehr stark mit weltanschaulichen und religiösen Erklärungsversuchen vermischt wird. In der klassischen Formulierung nach Hahnemann werden die 3 Miasmen Psora, Sykosis und Syphilie unterschieden. Es muss betont werden, dass sich der Begriff nicht auf die Infektionskrankheiten der modernen Medizin bezieht.
Versteht man Miasma im Sinne von Krankheitsanlage, die zu besonderen Ausprägungen führen, lässt sich der Begriff folgendermaßen konkretisieren:
1. Psora
Hier besteht eine mangelnde Fähigkeit zur Stressbewältigung aus Schwäche. Bei Stress reagiert man überempfindlich und überschießend. Man ringt beständig mit der Krankheit, sie erscheint weder als bedrohlich noch als aussichtslos.
2. Sykosis
Man gesteht sich die eigenen Schwachstellen nicht ein, man sucht nach Kompensation und Verdrängung. Die Vorstellungen und Reaktionsweisen sind in Stresssituationen oft rigid und zwanghaft. Die Heilung erscheint zwar nicht aussichtslos, aber auch nicht als vollständig möglich.
2. Syphilie
Die Situation erscheint hier als völlig hoffnungslos, alles ist von Zerstörung bedroht. Dennoch werden verzweifelte Versuche unternommen, um zu überleben