Krankheitsbild in der Homöopathie

Das Krankheitsbild wird mit Hilfe der Anamnese und Untersuchung ermittelt und wird in den wesentlichen Zügen schriftlich aufgezeichnet. Hieraus lassen sich dann die wesentlichen Merkmale zum homöopathischen Krankheitsbild zusammenfassen. Die Ähnlichkeitsregel ermöglicht dann aus dem Schatz der Arzneimittel, das passende Mittel zu finden. Das Krankheitsbild ist also die Grundlage der Arzneimittelfindung. Bei der Suche nach dem Arzneimittelbild kann in vier Stufen vorgegangen werden:

1. Rubrizieren, d. h. die möglichst vollständigen Symptome nach einem Repertorium einzuteilen.

2. Hierachisieren, d. h. Gewichtung der Rubriken nach ihrer Bedeutung und Wertigkeit. Wichtig sind hierbei die auslösenden Momente der Krankheit sowie die auffallenden Gemütssymptome.

3. Repertorisieren, d. h. Nachschlagen in einem Symptomenverzeichnis.

4. Analogisieren, d. h. anhand der Arzneimittellehren wird Differentialtherapeutisch verglichen, welches Arzneimittelbild endgültig dem Krankheitsbild am ähnlichsten ist.