Nosoden in der Homöopathie

Nosoden sind Arzneimittel, die aus potenzierten Krankheitsstoffen hergestellt werden. Als Ausgangsmaterial dienen pathologisch verändertem Gewebe, abgetötete Mikroorganismen, Zersetzungsprodukte aus tierischen Organen. Die heute in der Homöopathie gebräuchlichen Nosoden sind sehr zahlreich, es sollen nur die wichtigsten erwähnt werden:

Medorrhinum
Syphilinum
Psorinum
Tuberculinum

Nosoden werden bei chronischen Krankheiten eingesetzt und nach dem Ähnlichkeitsprinzip gewählt.

Nosoden werden nur in seltenen Gaben, in der Regel nur 1-2 mal während einer Behandlung und nur in hohen Potenzen, etwa D30, D200 oder LM-Potenzen verornet.

Nach der Verordnung einer Nosode ist eine Ausleitung, eine 3wöchige Drainage, immer ratsam, um die freiwerdenden Toxine besser auszuscheiden und eine brüske Erstverschlimmerung als Toxinkrise) zu vermeiden. Die Drainagemittel können 3 * tgl in D4 als Dil. oder als Tab. verabreicht werden. Die wichtigsten Drainagemittel sind:

Nux vomica – bei Medikamentenbelastung.
Solidago und – stärken die Nierenfunktion.
Berberis – stärkt die Nieren- und Leberfunktion.
Rhus toxikodendron – bei rheumatische Leiden.
Crataegus – bei Herzschwäche.