.
Hinweise zu den bewährten Indikationen
Einer homöopathischen Behandlung muss eine sorgfältige Aufnahme vorausgehen. Ist man sich über die Diagnose im Klaren und kennt
das charakteristische Krankheitsbild mit möglichen Ursachen, Modalitäten und
wichtigen Symptomen, kann man bei der Arzneimittelwahl nach bewährten
Indikationen vorgehen.
Die hier vorgestellten Indikationen sind eine Auswahl aus einem Arbeitskreis mit
meinem Lehrer Girthen und sind in der Praxis erprobt.
Die bewährten Indikationen sollen
lediglich der Entscheidungsfindung dienen. Man ziehe immer zusätzlich einen
Therapeuten zu Rate. Man kann aber auch sein eigenes Repertoire erweitern.
Bei der Wahl der Potenzstufen kann man sich an die angegebenen
Vorschlägen halten. Generell gilt aber auch die allgemeine Faustregel: bei
organische Erkrankungen wähle man eher tiefe Potenzen von D1 bis D4, bei
funktionellen Erkrankungen mittlere Potenzen von D6 bis D12. Geht man nach konstitutionellen Gesichtspunkten
vor, sind auch hohe Potenzen angebracht, etwa D30 und höher.
Die bei den einzelnen Mitteln angegebenen Wertigkeitsstufen besagen: bei
gleichguter Übereinstimmung von mehreren Mitteln ziehe man das Mittel mit
der höheren Wertigkeit vor, also Wertigkeit 3 kommt vor Wertigkeit 2
bzw. 1. Am wichtigsten ist und bleibt aber aber immer die möglichst gute
Übereinstimmung von Arzneimittel- und Krankheitsbild.