Durchfall (Diarrhoe)

Aconitum napellus (Sturmhut)

Abdomen heiß, sehr empfindlich und aufgetrieben. Bauchschmerzen durch nichts zu lindern. Durchfälle wäßrig und grün, wie gehackter Spinat, auch mit blutigem Schleim. Ausgelöst oft durch Trinken von eiskaltem Wasser, nach einer kühlen Sommernacht.

Hinweis Rezeptpflichtig bis einschl. D 3 / C 1

  • Gabe: D 6 – D 30
  • Wertigkeit 2

Aethusa cynapium (Hundspetersilie)

Gastroenteritis. Plötzlich auftretend bei Sommerhitze. Sofort nach der Nahrungsaufnahme (Milch). Erschöpfung. Kollaps. Bläue um den Mund. Kalte Schweiße. Krampfneigung. Durst. Stuhl gelb-grün, schleimig, nicht stinkend.

  • Gabe: D4 – D12
  • Wertigkeit 3

Arsenicum album (Acidum arsenicosum, Weißarsenik)

Nahrungsintoxikation: Durchfälle dunkeI sehr übelriechend, brennend und wundmachend, mit nachfolgender Schwäche, Zittern und Herzklopfen.

Verschlimmerung durch: nach Essen oder Trinken.

Hinweis rezeptpflichtig bis einschl. D 3 / C 1

  • Gabe: D 3 – D 4
  • Wertigkeit 3

Calcium carbonicum (Austernschalenkalk)

Bei Zahnungsbeschwerden, nach Milchunverträglichkeit: saurer Geschmack im Mund, saurer Geschmack der Speisen, saures Erbrechen, Sodbrennen, Auftreibung der Magengegend, saurer Durchfall.

  • Gabe: D 4 – D 30 und höher
  • Wertigkeit 3

Croton tiglium (Purgierbaum)

Sommerdiarrhoe vor allem mit gleich­zeitigem Gesichts- oder Genitalekzem. „Hydrantenstühle „, plötzlich,
wäßrig, gelblich, reichlich. Viel Rumoren vor der Entleerung.

Verschlimmerung durch: bald nach dem geringsten Essen oder Trinken.

Hinweis Rezeptpflichtig bis einschl. D 3 / C 1

  • Gabe: D4 – D12
  • Wertigkeit 2

Dulcamara (Solanum dulcamara, Bittersüßer Nachtschatten)

Folge von feuchter Kälte!

Herbst- und Sommerdurchfälle. Ruhrartiger Durchfall, ausgelöst durch feuchte Kälte oder nach plötzlicher Unterdrückung eines Hautausschlages. Gelbwässrige Stühle mit schneidenden Leibschmerzen vor jeder Ent­leerung.

Verschlimmerung durch: nachts.

Besserung durch: Wärme.

  • Gabe: D 2 – D 6 und höher
  • Wertigkeit 3

Ferrum metallicum (Eisen)

Schwäche der gastro-intestinalen Funktion bei anämischen Menschen. Sekretorische Insuffizienz des Magens und Pankreas. Erbrechen der Speisen gleich oder einige Stunden nach dem Essen. Wässriger Durchfall mit starken Blähungen. Unverträglichkeit von Eiern, Fleisch, Saurem, Bier. Abneigung gegen eisenreiche Nahrungsmittel (Fleisch, Eier). Verlangen nach Butter, Brot, Rohem, Saurem.

Verschlimmerung durch: nach dem Essen, nachts, durch Eier.

  • Gabe: D 3 – D 12 und höher
  • Wertigkeit 2

Ipecacuanha (Cephaelis ipecacuanha, Brechwurzel)

Enteritis mit anhaltender Übelkeit. Zunge nicht belegt. Erbrechen und Durchfall von Durcheinanderessen, Fettem, grünem Obst, Eis. Intestinale Koliken und Krämpfe mit grünlichen oder schaumigen, gärigen Stühlen. Erschöpfung. Gesicht blass mit dunk­len Augenringen. Sommer- oder Herbstdiarrhoe, wenn kalte Nächte auf heiße Tage folgen.

Verschlimmerung durch: Bewegung, nach Essen, nach Trin­ken.

Hinweis Rezeptpflichtig bis einschl. D 3 / C 1

  • Gabe: D4 – D6
  • Wertigkeit 3

Mercurius dulcis (Hydrargyrum chloratum)

Gallige Diarrhoe, grün wie Gras, mit ständigem Stuhldrang. Spärliche Stuhlmenge. Blutiger Schleim. Heftige, brennende Reizung des Afters. Rektale Tenesmen.

Verschlimmerung durch: feucht-kaltes Wetter, Saures.

Hinweis Rezeptpflichtig bis einschl. D 3 / C 1

  • Gabe: D4 – D6
  • Wertigkeit 2

Nux moschata (Muskatnuß)

Sommerdiarrhoe mit Flatulenz. Gastrokardialer Symptomenkomplex, Große Trockenheit im Mund. Zunge klebt am Gaumen, belegt, pelzig. Nach dem Essen starke Auftreibung des Bauches. Alle Speisen scheinen in Gas überzugehen. Großes Schlafbedürfnis. Durchfälliger Stuhl mit viel Blähungen. Auch weicher Stuhl lässt sich nur mühsam entleeren.

Verschlimmerung durch: geringe geistige Anstrengung, Kälte, Nässe.

Besserung durch: Wärme.

  • Gabe: D3 – D6
  • Wertigkeit 3

Podophyllum peltatum (Maigapfel)

Gussartiger Durchfall, vor allem frühmorgens. Stuhl wässrig, profus, stinkend, gelblich, schleimig, unverdaut. Schmerzlos, wundmachend. GurgeIn und Rumoren vor der Entleerung. Erschöpfung nach dem Stuhl. Großer Durst auf kaltes Wasser. Zahnungsdurchfälle.

Verschlimmerung durch: nach Essen, Trinken, Obst, Milch, heißes Wetter, Baden, Waschen.

Besserung durch: Zusammenkrümmen, Druck auf den Bauch.

Hinweis Rezeptpflichtig bis einschl. D 3 / C 1

  • Gabe: D3 – D6
  • Wertigkeit 3

Veratrum album (weiße Nieswurz, Germer)

Sommerdiarrhoe. Trockenheit im Mund mit großem Durst nach kaltem Wasser. Übelkeit, Erbrechen reichlicher Hunger und Leere im Magen. Durchfall, reiswasserähnlich oder grün mit Schleim und Blut, geruchlos. Kollapsgefühl, Muskelkrämpfe in den Waden. Beim Stuhl kalter Schweiß, Erschöpfung und Ohnmacht. Gesicht eingefallen.

Hinweis rezeptpflichtig bis einschl. D 3 / C 1

  • Gabe: D 4 – D 6
  • Wertigkeit 3